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Mein Plan war es eine technisch aussehende Schrift zu entwickeln, die eine hohe Lesbarkeit haben und sowohl als Textschrift wie auch als Headline-Schrift gut funktionieren sollte.
Bei meiner Arbeit an verschiedenen Funtypes bin ich auf eine Form gestoßen, aus der ich unbedingt eine Schrift entwickeln wollte, da ich sofort das ganze Schriftbild einer neuen Schrift vor Augen hatte. Diese Form zieht sich durch alle Typen der Alega und manifestiert sich vor allem in den Lettern b, d, p, q und h, m, n, u. Außerdem bestimmt sie die Rundungen fast aller Zeichen und die Endungen der Striche.
In den meisten technoiden Schriften basieren die einzelnen Buchstaben auf einer Grundform, was sie beim Lesen schwer unterscheidbar macht, da die speziellen Eigenheiten der Typen kaum ausgeprägt sind. Bei der Alega gibt es zwar auch eine wiederkehrende Grundform, denn das macht eine technoide Schrift aus und das sollte sie ja sein, aber grundsätzlich habe ich mich an den Buchstabenformen einer serifenlosen Linearantiqua orientiert.
Gleichzeitig lag mir daran, neue Formen für verschiedene Zeichen zu finden.
So ähnelt etwa das große "X" einer prähistorischen Höhlenmalerei. Besonders reizvoll fand ich die Umsetzung eines "Antiqua-g" in eine technische Form.
Um die Lesbarkeit zu testen, habe ich mich entschieden, Worte zu benutzen, die man wirklich lesen muß.
Inhaltsstoffe von Medikamenten sind uns so ungeläufig, das man sie nicht schon durch bloßes Anschauen oder nach der Hälfte des Wortes erfassen kann.
Bei der Kursiven, die eine echte Italic werden sollte, mußte das Schriftbild etwas lockerer wirken, um den Handschriftcharakter zu betonen, was sich in den langen Unterlängen des kursiven "f" wiederfindet Die Versalbreiten sind den Minuskeln angeglichen, was ein einheitliches Schriftbild erzeugt und den technischen Charakter unterstreicht. Daraus folgt, daß die Kapitälchen optisch die gleiche Breite haben wie die Versalien. Die hohen Minuskeln machen die Schrift besonders für deutsche Texte geeignet.
In den Expertfonts gibt es drei at-Zeichenvarianten, eine alte Form des scharfen s, das auch mit der neuen deutschen Rechtschreibung nicht verschwunden ist, 15 f- und t-Ligaturen, sowie verschiedene Pfeile.
Grundsätzlich kann die Alega für alle typografischen Belange eingesetzt werden. Als Headline, als Coperate-Schrift, als Textschrift für Zeitschriften von Pop bis zu Wirtschaftsmagazinen.
Lesen Sie außerdem ein Interview mit Jon Coltz auf
www.daidala.com.
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